Fragen zu "Kunst des Träumens"

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Fragen zu "Kunst des Träumens"

Beitrag  Anami am Do Feb 16, 2012 11:03 pm

Hallo,

kennt sich jemand mit dem "Träumen" mittlerweile aus???

Ich befasse mich gerade neu mit diesem Thema "Kunst des Träumens!" und habe auch die Übungen gemacht...
daraufhin hatte sich tatsächlich etwas in meinen Träumen getan, jedoch bin ich mir noch unsicher..und bräuchte Rat...



Anami

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Re: Fragen zu "Kunst des Träumens"

Beitrag  ´ am So Feb 26, 2012 7:24 pm

Anami schrieb:... und habe auch die Übungen gemacht...
daraufhin hatte sich tatsächlich etwas in meinen Träumen getan, jedoch bin ich mir noch unsicher..und bräuchte Rat...
Hallo Anami Exclamation
Was hast du gemacht? Was wolltest du wissen? Oder nichts mehr? Question

´

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Antwort auf Frage

Beitrag  musikfisch am So Sep 01, 2013 2:54 am

Du wolltest etwas über die Kunst des Träumens erfahren. Ich kann dir nur mit meinem angelesenen Wissen und meinen Erfahrungen damit dienen. Grundlage des luziden Träumens ist tatsächlich das Ansammeln von Energie dafür. Unser Alltagsleben (Einkaufen, Arbeit, geliebter Partner, andere Menschen, Putzen ...) verbrauchen normalerweise unsere Energie, die wir dann im Schlaf wieder herstellen. Wollen wir luzide träumen, müssen wir diese Energie bei uns behalten, sprich, einen Rahmen schaffen, der es uns ermöglicht, diese Energie zu sammeln. Castaneda fordert uns deshalb dazu auf, unser Tonal zu bereinigen, also alles Unwichtige und Überflüssige aus unserem Alltagsleben zu verbannen (Metapher: reiner Tisch). Mir ist dies mehrfach dadurch gelungen, dass ich meinen Rucksack gepackt habe und für mehrere Tage durch die Wälder gezogen bin. Mein Zelt habe ich irgendwo aufgebaut und im Wald geschlafen (alleine). Einzige Beschäftigung dabei war es, einen Fuß vor den anderen zu setzen, irgendwann etwas zu essen, bei Kälte eine Jacke anzuziehen und abends mein Zelt aufzuschlagen. Dabei hat sich mein Geist beruhigt (innerer Dialog) und ich habe die nötige Energie für das luzide Träumen aufgespart, welches sich dann auch nach Rückkehr in die gewohnte Umgebung einstellte. Dazu kam natürlich auch das Üben von Tensegriti, die Visualisierung der Hände vor dem Einschlafen ... Beim Erwachen im Traum ist es auch wirklich nötig, den Blick schweifen zu lassen, da man sonst sofort in einen unbewussten Traum abgleitet. Theoretisiererei ist langweilig, deshalb eine kleine Erfahrung:
Einmal ist mir in einer völligen Dunkelheit bewusst geworden, dass ich mich in einem Traum befinde. Durch diese Dunkelheit erstreckten sich rote Seile aus Energie, an denen ich mich wie unter Wasser entlang zog (vielleicht die Linien der Welt?). Nach einer Weile wurde ich anderer Personen gewahr, die sich an benachbarten Linien entlang zogen. Zwischendurch ertönte etwas wie ein Peitschenknall, der mir dabei half, den Traum aufrecht zu erhalten. Vielleicht war ich in einem Trainingslager für Träumer gelandet?
Vorgestern bin ich mir wieder bewusst geworden, dass ich mich in einem Traum befand. Das liegt auch daran, dass ich derzeit Urlaub habe und viel schlafe. Gut träumenkann man auch, wenn man immer wieder durch irgend etwas aufgeweckt wird, wieder einschläft und wieder aufwacht, einschläft. Im Zustand des Halbschlafes kann man sich seines Traumes leichter bewusst werden.

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Meine ersten Schritte..

Beitrag  neocognito am Sa Apr 12, 2014 3:23 am

um fortschritte beim (luziden) träumen zu machen, ist das führen eines traumtagebuches sehr hilfreich.

mit diesem beitrag fasse ich meine ersten vier erfahrungen zusammen, bei denen mir bewusst wurde, dass ich gerade träume
und möchte euch daran gerne teilhaben lassen.

es kommt bei mir nicht oft vor, dass ich mich an träume erinnere; meistens sind es dann aber eine folge verschiedener szenarien.
bei meinem ersten bewusstwerden war es ähnlich und endete mit einem flug. schon früher hatte ich flugträume, wusste allerdings nie,
dass ich gerade träume, sondern nahm es als selbstverständlich hin. aber zurück zum thema:

erster traum:
nach einer folge diverser traumbilder, an die ich mich leider nicht mehr erinnern kann, raste ich knapp über dem boden schwebend auf einen wolkenkratzer zu und mir wurde schlagartig klar, dass ich gerade träume. kurz vor dem einschlag in das gebäude riss ich sozusagen das ruder nach oben und wollte senkrecht am gebäude nach oben fliegen. ich erinnerte mich daran, meinen blick schweifen zu lassen, um nicht gleich aufzuwachen und weiter zu fliegen. als ich das tat, wachte ich auf..

zweiter traum:
anders als beim ersten mal war es hier nur ein einzelnes szenario, an dessen geschichte ich mich noch sehr gut erinnern kann. die details sind eher unwichtig und ich möchte hier nicht weiter darauf eingehen. zu erwähnen ist jedenfalls, dass ich im verlauf des traumes in einem heftigen streit war und immer wieder auf mich geschossen wurde. ich empfand es nicht als albtraum - es ging eher um die klärung von differenzen. je öfter auf mich geschossen wurde und ich dennoch nicht gestorben bin und je intensiver ich meinen standpunkt vertreten musste (damit mein gegenüber mich endlich versteht und mit dem geballere aufhört), umso mehr wurde mir klar, dass ich träume. ich spürte dann irgendwann, dass meine freundin wach neben mir liegen muss. ganz bewusst habe ich mich dann dazu entschieden, das deutlichste argument an meinen peiniger im traum auch im realen leben laut zu sprechen. sofort war der streit erledigt und ich bin aufgewacht. tatsächlich sagte meine freundin, ich hätte im schlaf gesprochen! und genau das war ja auch meine absicht..

dritter traum:
wie schon beim ersten traum habe ich nur ein sehr kurzes bild in erinnerung. ich befinde mich am grund eines unendlich weiten und tiefen mit wasser gefüllten beckens. als ich mich gerade zu erschrecken begann, tauchte direkt vor mir meine freundin auf. (um zu erkennen, ob sie träumt oder wach ist, bedient sie sich der technik von sog. realitäts-checks. im wachzustand drückt sie z.b. mit der hand gegen eine wand oder hält sich die nase für einige zeit zu. im traum geht die hand dann durch wände hindurch - und das atmen durch die geschlossene nase ist im traum auch möglich!) aber zu meinem traum zurück: ich bin gerade dabei zu erschrecken, als meine freundin erscheint und mir durch das zuhalten ihrer nase die möglichkeit gegeben hat, bewusst zu werden. diese geste rief meine nüchternheit zurück und auch ich bediente mich der technik des realitäts-checks. mir wurde schlagartig klar: ich träume! doch irgendetwas ließ mich nicht weitermachen.. ich wachte wieder auf!


ich machte mir nach diesen drei träumen natürlich gedanken. traum eins und drei brachten ein gefühl in mir auf, dass irgendetwas mich daran hindern will, bewusst zu träumen..


vierter traum:
auch hier ist die traumgeschichte eigentlich nicht wichtig für die öffentlichkeit. aber diesmal war der traum lange und lange bewusst! wieder war es ein flugtraum; und wieder wurde mir sofort klar, dass ich träume! diesmal wachte ich aber nicht auf.. als ich anfing zu fliegen, hatte ich zu beginn leichte schwierigkeiten damit.. ich brauchte noch die technik! nach einigen versuchen dann aber hatte ich es raus.. ich muss mich einfach leicht nach hinten fallen lassen und schon war ich in der schwebe. das fliegen an sich geschieht dann durch ein gefühl aus der magen- oder besser gesagt nabelgegend. es ist, wie don juan gesagt hat: man muss es beabsichtigen! ich bin (noch?) kein mann der erklären kann, wie oder was genau passiert. irgendwie empfand ich es auch als ein gefühl des hochgezogen-werdens! es war unglaublich.. hin und wieder stürzte ich bis kurz vor den aufprall.. aber prompt konnte ich mich an das gefühl erinnern, wie es funktioniert. ich konnte üben und üben und üben. ich ermahnte mich auch, mich an das gefühl des fliegens und an die technik zu erinnern, wenn ich wieder aufwache, damit ich mich im wachzustand darin üben kann! irgendwann musste ich mich auch nicht mehr auf das fliegen an sich konzentrieren, sondern hatte zeit, eine route zu finden. ich konnte mir aussuchen, wie hoch ich fliegen wollte oder in welche richtung. ob im kreis (kurven) oder geradeaus. es war wirklich unglaublich.. ich stieg dann richtig hoch - vielleicht 50 oder 70 meter und schaute mich in der gegend um. ich erkannte sie allerdings nicht. ich erkundete einfach alles. dann flog ich in das haus zurück, von dem aus ich gestartet bin. und da ich wusste, dass ich träume, war mir klar, dass ich mich auch irgendwann zum schlafen hingelegt haben muss. ich zog also meine kreise durch die zimmer und suchte die couch, auf der ich einschlief, um zu sehen, ob ich da auch liege.. ich fand mich aber leider nicht!


so.. das waren also meine ersten erfahrungen. der grund, weshalb ich mich im vierten traum nicht schlafend sehen konnte, führe ich darauf zurück, dass ich mich nicht bewusst zum (luziden) träumen schlafen gelegt habe. was haltet ihr von der ganzen sache? eure meinung interessiert mich brennend und freue mich auf jeden kommentar und/oder auf erfahrungen, die ihr gemacht habt!

bis dann, neo..    Cool
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Re: Fragen zu "Kunst des Träumens"

Beitrag  HalloWelt am Sa März 28, 2015 4:11 pm

Hallo!
Es gibt zum luzide Träumen ein Subreddit ( ***.reddit.com/r/luciddreaming ) mit Anleitungen und sehr viel Austausch (mehr als 130.000 User) über das Thema, dazu Erfahrungsberichten, Hilfestellungen zu Techniken usw.

Sehr empfehlenswert - sofern man ausreichend gut Englisch kann... Wink

HalloWelt

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